Helena Auernhammer Vita

Selbst in der Manufaktur kommt es zur
Verquickung von alten und neuen Werten.

Die Mantelet Story

Die Wiederentdeckung längst vergessener Schätze

Helena Auernhammer hat das Repertoire Ihrer Garderobe um ein Bekleidungsstück erweitert: Das Mantelet. Ein neues Stück Tracht mit historischen Wurzeln. Ausgangspunkt für die Entwicklung des Mantelets war Helena Auernhammers Begeisterung für die bayerische Tracht und ihre Liebe zum Dirndl. Susanne Auernhammer: „Bedingt durch die allzu häufig kühlen Abende und die oftmals nasskalte Witterung in unserer bayerischen Region, habe ich mich auf die Suche gemacht, um eine wärmende und stilgerechte Lösung zu finden – so entstand das Mantelet.“ Der klassische und über Jahrhunderte bewährte Trachtenjanker aus Strick, Walk oder Loden hat seit jeher seine Berechtigung und einen festen Platz in der Tradition der Tracht. Dieser wurde bei kaltem Wetter häufig über die Schultern gelegt. Auch Woll- und Cashmerschals können zur Not verwendet werden. „Aber alles dies entsprach NICHT meiner Vorstellung, die ich von diesem Kleidungsstück verwirklichen wollte. Es muss dazwischen liegen:

Die Mischung aus Tradition und Moderne. Ein sogenanntes „Lieblingsstück“. Wärmend, kuschelig, feminin und traditionsbewusst zugleich. SO sollte es sein.“

Die klassische Trachtenstrickweise mit tannengrünem Rand und die Formen der Damenrobe der vergangenen Jahrhunderte waren die Grundlage für die Neuinterpretation des Mantelet. Traditionell war das Mantelet in vielfältiger Form ein beliebter Ersatz für einen Mantel und wurde von den Damen über ihren Roben getragen. Auch das Dirndl wirkt traditionell und lässt seine Trägerin durch die feminine Silhouette positiv und fein gezeichnet erscheinen. Neben dem Mantelet in seinen verschiedenen Ausführungen, unter anderem mit Kapuze für Kinder, haben wir mit der Pelerine ein weiteres traditionsreiches Kleidungsstück wiederbelebt. Mit Liebe zum Detail, handgestickten Motiven und einem angenehm leichten aber ebenso wärmenden Material (90 Prozent Merinowolle und 10 Prozent Cashmere) entstand eine Strickkollektion, die eine Lücke in der Trachtengarderobe schließt. Das Mantelet verleiht seiner Trägerin ein unvergleichliches Wohlgefühl. Susanne Auernhammer: „Das Mantelet wird bald überall zu sehen sein. Es spielt dabei keine Rolle, ob meine Interpretationen von Mantelet und Pelerine klassisch zum Dirndl oder modern zur Jeans getragen werden.

Helena Auernhammer Vita

Portrait

von Susanne Auernhammer

Das Gespür für Ästhetik wurde Ihr bereits in die Wiege gelegt. Als Spross einer kreativen und schöpferischen Familie machte die in Saarlouis/Saarland geborene Designerin Susanne Auernhammer früh auf sich aufmerksam. Erste Kreationen entwarf sie bereits im Alter von 8 Jahren. Auf ihr Abitur folgte ein Studium an der Fachhochschule für Kunst und Design in Hannover, welches sie erfolgreiche absolvierte. Anschließend trat sie Ihren beruflichen Werdegang als Assistentin der

renommierten Modeschöpferin Susanne Wiebe in München an und arbeitete als Freelance Designerin für die Industrie. Es folgte 1996 der Schritt in die Selbstständigkeit mit der Eröffnung ihres Couture Ateliers im Münchner Glockenbachviertel. In den darauf folgenden Jahren hatte Sie außerdem verschiedene Positionen in führenden Unternehmen inne. So war sie jüngst für internationale Marken wie die Richemont-Group und das Haus Cartier tätig.

Susanne Auernhammer, modeDesignerin

Schon seit Längerem beschäftigte mich der Gedanke, wieder zu meinen Wurzeln als Designerin zurückzukehren. Die Philosophie Altes mit Neuem zu verbinden, die respektvolle Auseinandersetzung mit dem Thema “Tracht”, welches in meiner Wahlheimat Bayern kulturelles Erbe ist, lag mir dabei besonders am Herzen. Der Fund dieses wunderschönen Buches “Der Bazar” gab mir schließlich das Wissen und die Inspiration dazu, diesen Neuanfang zu wagen.

Helena Auernhammer